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Unser humanistischer Beitrag für die Zukunft

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Die Aufgaben der Pädagogischen Sektion

Die Pädagogische Sektion ist eine Abteilung der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum im Schweizer Dornach. Sie befasst sich mit den heutigen Fragen und Herausforderungen der Pädagogik und möchte so einen Beitrag für die Erziehung von Kindern und jungen Menschen aus einer humanistischen Perspektive leisten. Dabei anerkennt sie die Würde des Menschen in seiner Einzigartigkeit und Freiheit sowie in seiner Verbundenheit mit der Welt. Die Pädagogische Sektion möchte im Austausch mit Menschen und Institutionen sein, die sich für solche Perspektiven in der Pädagogik engagieren.

Rudolf Steiners pädagogischer Impuls gründet auf der Suche nach einem Erkennen des Menschen als werdendem Wesen aus dessen wechselseitiger Beziehung zu anderen und zur Welt. Die Sektion hat den Auftrag, diese Beiträge für pädagogisch Tätige zu erschliessen sowie durch Forschung zu einer menschlichen Pädagogik für heute und morgen beizutragen.

Ein weltweites Netz

Aus dem pädagogischen Ansatz Rudolf Steiners hat sich in den letzten 100 Jahren eine weltweite pädagogische Bewegung entwickelt: Heute gibt es anerkannte Kindergärten und Schulen (Waldorf-/Steinerschulen), Ausbildungsstätten, Schulföderationen in 76 Ländern, die auf dieser Grundlage arbeiten. Die Pädagogische Sektion arbeitet in einem freien weltweiten Kooperationverhältnis mit Lehrpersonen, ErzieherInnen, AusbildnerInnen sowie mit den Institutionen und Gremien dieser Bewegung zusammen.

Die Sektion veranstaltet Fachtreffen, Forschungskolloquien, kleine Tagungen und grosse Kongresse, zu denen Interessierte aus der ganzen Welt herzlich eingeladen sind. Abonnieren Sie unseren Newsletter, wir informieren Sie gerne über unsere Veranstaltungen.

 

Folgende Themen sind in den Jahren 2022 bis 2027 die Schwerpunkte unserer Arbeit:

  • Pädagogische Menschenkunde und spirituelle Vertiefung pädaogogischer Praxis

Die Verhältnisse zwischen leiblicher, seelischer und individueller Instanz des Menschen sind in ständiger gegenseitiger Beziehung und Entwicklung. Als Grundlage für pädagogisches Handeln stellt sich daher die Aufgabe, die Möglichkeiten des Wahrnehmens so zu schulen und zu erweitern,  dass die Aufmerksamkeit auch dieses Werdende umfassen kann. So, dass das Kind erfahren kann: Es wird gesehen in seiner Selbstheit, es kann sich verstehend in der Welt einbringen. Pädagogisch-menschenkundliches Arbeiten wird auf diese Weise zu einer Erkenntnis und Selbsterkenntnis der Lehrperson, die sich weiterbildet, um der umfangreichen Verantwortung im Gestalten des Umfeldes des Kindes ein wenig besser entsprechen zu können.

  • Digitalität

Kinder treten in eine massgeblich menschengemachte und technische Welt ein: eine Welt, die das Bewusstsein formt, eine Welt, die aus einem bestimmten Bewusstsein geformt ist. Wie lernen Schüler und Schülerinnen, sich in imaginären und imaginativen Räumen zu orientieren? Was trägt dazu bei, dass sich ein Bewusstsein einer gemeinsam bewohnten Erde bildet? Es sind Fragen des Lernens, des Gedächtnisses, des Interesses, Fragen zur Verbundenheit von Leiblichkeit und Lernfähigkeit, der Autonomie und der Gestaltung eines freien, verantworteten und fruchtbaren Verhältnisses zur Technologie und zur Erde, die sich angesichts der technologischen und ökologischen Entwicklungen der letzten Jahre alltäglich stellen.

  • Interkulturalität und Curricula

Eine Pädagogik, die Solidarität und den Willen zur Mit-Verantwortung als konstitutives Element des Auf-der-Erde-Seins versteht, muss die Pluralität der Wirklichkeit anerkennen. Sie muss versuchen, die unterschiedlichen Kulturen und die verschiedenen Weisen in der Welt zu sein als Grundlage für das Zusammenleben im Alltag bejahen und fördern. Die damit gestellten Herausforderungen eines Verständnisses der Andersartigkeit des Anderen und der Anerkennung anderer Seinsweisen wie Kulturen bis zur Realisierung in Lehrplänen und täglichem Unterricht sind hoch. Nicht nur die Folgen der Globalisierung, auch schon geübte Wissens- und Lernformen fragen nach einer wertschätzenden Einbeziehung der diversen Lebenswirklichkeiten der Schüler und Schülerinnen. Es gilt, die Formen und die Auswahl von Lerninhalten und Lehrpraktiken zu reflektieren und plurale Perspektiven zu entwickeln, die einer interkulturellen Gesellschaft entsprechen können.

  • Gesundheit und Schule

Pädagogik möchte eine Umgebung schaffen, in der Kinder sich gesund entwickeln können. Wie können im pädagogischen Handeln Erfahrungen gebildet werden, die dazu beitragen, dass sich das Kind im Zusammenklang mit der Umgebung in Körper, Seele und Geist entfalten kann? Wie kann schulischer Unterricht im Zusammenhang mit der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen zu einer förderlichen Entwicklung beitragen? In diesem Zusammenhang führt die Sektion eine Langzeitstudie zu Resilienz durch.

  • Ausbildung und Fortbildung

Für die Aus- und Weiterbildung von Erziehern, Erzieherinnen, Lehrpersonen sowie Dozierenden stellt sich die Frage nach einer nachhaltigen Veranlagung, Vertiefung und Aktualisierung pädagogischer Grundlagen. Insbesondere die geisteswissenschaftliche Vertiefung, anthroposophische Menschenkunde und die aus diesen bereits entwickelten und noch zu entwickelnden Didaktiken sowie Methoden sind Gegenstand von Kolloquien und Fachtagungen.

 

Sehen Sie auch hier ab der 18. Minute in einem Videobeitrag, welche Projekte die Pädagogische Sektion für die nahe Zukunft plant. (Video hier auf englisch).
 

 


  
 

 

 

Willkommen an der Pädagogischen Sektion am Goetheanum.